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Galakonzert der NJBB 8. Juli 2011

Konzert der NJBBAm 08. Juli 2011 gastierte die Nationale Jugend Brass Band (NJBB) in Leibstadt. Unter der Leitung ihres Gastdirigenten Reid Gilje aus Norwegen und dem Gastsolisten Martin Winter aus Grossbritannien überzeugten die 50 jugendlichen Musikantinnen und Musikanten mit hochstehender Brass Musik. Es war nach Ihrem ersten Besuch im Jahr 2009 auch diesmal ein Höhrgenuss par Excellence.
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Ein kleiner Zusammenschnitt als Film wird in Kürze hier publiziert.

Detaillierte Informationen über die NJBB, ihren Dirigenten und Solisten, finden Sie auch im Programmheft:
pdf Programmheft Galakonzert A-Band 2011.pdf 1.11 Mb 

Einige Bilder vom Abend:

 



Geschichte und Gesellschaftliche Stellung der Brass Band 
(Auszug aus Wikipedia)
Die Brass Band ist eine Blasmusikformation, die sich in Großbritannien ab etwa 1830 entwickelte und in den vergangenen Jahrzehnten auch in Kontinentaleuropa, vor allem in der Schweiz und in den Benelux-Ländern, etablieren konnte. In Deutschland und Österreich hingegen existieren nur sehr wenige Brass Bands. In Nordamerika und Australien hat die Brass-Band-Bewegung eine eigene Entwicklung durchgemacht. Der Name leitet
sich von «brass» (englisch: Messing) ab, der als Sammelbegriff für Blechblasinstrumente verwendet wird.

Die Brass Bands entstanden in den englischen Kohlenbergwerksgebieten. Für viele Arbeiter der frühen Industrialisierung war das Zusammenspiel mit Kollegen eine Abwechslung. Außerdem ging man davon aus, dass die bei dieser Art von Musik besonders intensive Beanspruchung der Atemorgane beruflich bedingten Lungenschädigungen vorbeuge. Auch gingen die Fabrikbesitzer bald dazu über, diese Musikgruppen finanziell zu fördern.
So bildeten sich Werkskapellen heraus, mit denen Arbeiter angelockt wurden und die als Werbung für die eigenen Produkte dienten. Noch heute gibt es in Großbritannien eine Anzahl werkseigener Brass Bands mit einer über 150-jährigen Tradition.

Neben Industriebetrieben hat auch die Heilsarmee eine Rolle bei der Entwicklung von Brass Bands gespielt: Ab 1880 mussten alle Offiziere und Soldaten ein Blasinstrument erlernen, und so gab es bereits sechs Jahre später etwa 400 Bands der Heilsarmee.

Parallel zur Entwicklung in Industriebetrieben und Heilsarmee wurden vor allem in der Zeit zwischen 1860 und 1880 auch private Brass Bands gegründet, so dass die Zahl aller Bands um 1890 allein in England zwischen 15.000 bis 20.000 gelegen haben dürfte.

Mit den seit 1850 jährlich abgehaltenen Wettbewerben in verschiedenen Ligen wurde nicht nur das musikalische Niveau gehalten oder verbessert, sondern bei solchen Gelegenheiten lernten die Musiker auch Kollegen kennen und kamen aus ihrem Alltagstrott heraus. Für die Contests wurden strenge Richtlinien entwickelt, die nicht nur für die Gruppen, sondern auch für die Juroren galten und gelten. Letztere sitzen bei der Aufführung
in einem Verschlag, damit sie nicht erkennen können, welche Band gerade spielt.

Die frühen Werkskapellen und Vorläufer der Brass Bands waren nicht nur mit Blechblasinstrumenten, sondern auch mit Holzbläsern besetzt. So ist für das zweite Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts folgende Besetzung genannt: 4 Flöten, 4 Klarinetten, 2 Fagotte, 1 Trompete, 2 Waldhörner, 1 Klap-penflügelhorn, 1 Basshorn, 1 Ophikleide, 1 Serpent sowie Schlagzeug.

Nachdem 1857 die britische Militärmusik nach preußischen Vorbild umgebildet und einheitlich mit Blechblasinstrumenten besetzt worden war, hatte diese auch Einfluss auf die zivilen Bands, die meist von Militärmusikern dirigiert wurden. Möglich wurde die reine Blechbesetzung zum einen durch die Entwicklung der Ventile, dank derer die Blechblasinstrumente voll chromatisch spielbar wurden. Zum anderen konnten die bis dahin üblichen
Kornette, Posaunen und Waldhörner durch die von Adolphe Sax neu entwickelten Instrumente der Saxhornfamilie ergänzt und damit ein geschlossener Klangkörper entwickelt werden.

Infolge des früh und auf breiter Front einsetzenden Wettbewerbswesens und der britischen Auffassung von «fair play» wurden schon bald Regeln zur Vereinheitlichung der Besetzung aufgestellt. Um die Jahrhundertwende  durfte eine Band höchstens 24 Mitgliederumfassen.   

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